Die Reisegruppe traf sich am 10. September bei schönstem Herbstwetter in Konstanz zur Rheinschifffahrt, die sich infolge Hitzesommer-Niedrigwasser etwas umständlicher gestaltete als geplant. Wer zeitig anreiste, hatte noch Zeit für einen Hafen- und Altstadtbummel, bevor wir das Schiff „Schaffhausen“ bestiegen. Im Seerhein und Untersee sahen wir die Folgen des Hitzesommers: tiefe Pegel, ausgetrocknete Ufer. Im deutschen Öhningen mussten wir in den Ersatzbus bis Stein am Rhein umsteigen. Hier gab es zwei Führungen: Die Krämersfrau Amalia Ida Graf nahm uns durch die Gassen von Tür zu Tür mit auf eine Zeitreise vom Mittelalter bis heute. Sie kennt das kleine Städtchen wie keine Zweite und liess uns an Geschichten und Ereignissen teilhaben, die sonst verborgen bleiben. Die zweite Gruppe entdeckte die faszinierende Architektur und die bekannten Fassadenmalereien auf dem Rathausplatz, tauchte in eine vergangene Zeit zu historischen Schätzen und erlebte die Entwicklung der lebendigen Kleinstadt während rund 1000 Jahren. Da der Schiffverkehr bei Hemishofen infolge Niedrigwasser den ganzen Sommer eingestellt war, ging’s mit dem „Turbo“ von Stein am Rhein nach Diessenhofen. Auch dieses Städtchen konnten wir kurz besichtigen, bevor wir dann das Schiff «Munot» nach Schaffhausen bestiegen. Verpflegt wurden wir von den „Schiffpiraten“, mittags mit Schiffsmenüs, nachmittags mit einem Zvieriplättli, mit Weinbegleitung vom Bodensee und Schaffhauserland. Der Spaziergang durch die Schaffhauser Altstadt beendete den Herbstausflug.