{"id":21003,"date":"2026-08-23T17:27:33","date_gmt":"2026-08-23T15:27:33","guid":{"rendered":"https:\/\/geomatik.ch\/?p=21003"},"modified":"2026-08-23T17:33:01","modified_gmt":"2026-08-23T15:33:01","slug":"daten-werden-zum-erfolgsfaktor-von-infrastrukturprojekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/daten-werden-zum-erfolgsfaktor-von-infrastrukturprojekten\/","title":{"rendered":"Daten werden zum Erfolgsfaktor von Infrastrukturprojekten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit bis zu 28&rsquo;000 Baustellen auf dem Schienennetz und an Bahnh\u00f6fen z\u00e4hlt 2026 zu den intensivsten Baujahren der DB InfraGO. Hinzu kommt die Modernisierung von rund 4&rsquo;000 Streckenkilometern in 40 Hochleistungskorridoren. Nach Einsch\u00e4tzung des globalen Technologieunternehmens Trimble entscheidet dabei zunehmend die Qualit\u00e4t und Verf\u00fcgbarkeit der Daten \u00fcber Termin- und Budgettreue. \u201eInfrastrukturprojekte sind heute hochkomplex und m\u00fcssen h\u00e4ufig unter enormem Zeitdruck umgesetzt werden\u201c, sagt Andreas Sinning, Vice President Cloud Product &amp; Strategy Field bei Trimble. \u201eGleichzeitig w\u00e4chst die Menge hochpr\u00e4ziser Daten, die in den Projekten erfasst und verarbeitet werden muss. Die Herausforderung besteht deshalb nicht nur darin, aktuelle Daten zu erheben, sondern daraus schnell nutzbare Informationen zu machen und diese f\u00fcr alle Beteiligten verf\u00fcgbar zu halten. Genau hier k\u00f6nnen durchg\u00e4ngige digitale Workflows einen wesentlichen Beitrag leisten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Infrastruktur endet nicht an Landesgrenzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Vielzahl laufender Modernisierungsprojekte stehen auch neue Strecken und der Ausbau bestehender Verbindungen auf der Agenda. Viele dieser Projekte sind Teil der europ\u00e4ischen Verkehrsnetze und sollen die grenz\u00fcberschreitenden Verbindungen auf der Schiene st\u00e4rken. Damit steigt auch die Komplexit\u00e4t der Planung und Umsetzung: Projekte m\u00fcssen \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume, unterschiedliche Zust\u00e4ndigkeiten und teilweise \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg koordiniert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders deutlich wird dies bei Projekten wie dem Brenner-Nordzulauf, dem Gotthard-Korridor, der Rheintalbahn als Teil des Rhein-Alpen-Korridors oder den Fehmarnbelt-Anbindungen. Als zentrale europ\u00e4ische Verkehrskorridore verbinden sie Deutschland mit \u00d6sterreich, Italien, der Schweiz, den Benelux-Staaten und Skandinavien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWenn Projekte \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg zusammenwirken, m\u00fcssen auch Daten und Prozessinformationen \u00fcbergreifend verf\u00fcgbar sein\u201c, sagt Andreas Sinning. \u201eOhne eine gemeinsame digitale Grundlage l\u00e4sst sich diese Komplexit\u00e4t kaum beherrschen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gotthard-Basistunnel: 500 Gigabyte Daten unter Zeitdruck auswerten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie digitale Technologien bei Schadensf\u00e4llen helfen k\u00f6nnen, grosse Datenmengen schnell nutzbar zu machen, zeigt das Beispiel des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz. Nach der Entgleisung eines G\u00fcterzugs im August 2023 musste die besch\u00e4digte Infrastruktur unter hohem Zeitdruck repariert und anschlie\u00dfend umfassend \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die mit Reparaturarbeiten beauftragte Rhomberg Sersa Rail Group erfasste den Tunnel mit dem Trimble GEDO IMS-Scan-System und einem Laserscanner. Dabei entstanden 900 Punktwolkendateien mit einem Datenvolumen von insgesamt 500 Gigabyte. Um die korrekte Position von 20.000 neu installierten Bahnschwellen effizient zu \u00fcberpr\u00fcfen, trainierte das Unternehmen in Trimble Business Center ein eigenes KI-Modell und \u00fcberpr\u00fcfte die Daten in Trimble GEDO Scan Office. Es erreichte bei der automatisierten Erkennung der Schwellen eine Genauigkeit von 97 Prozent. Der Fall zeigt exemplarisch, wo eine zentrale Herausforderung moderner Infrastrukturprojekte liegt: Daten pr\u00e4zise zu erfassen, reicht allein nicht aus. Entscheidend ist, auch gro\u00dfe Datenmengen schnell in nutzbare Informationen zu \u00fcberf\u00fchren \u2013 gerade, wenn Projekte unter hohem Zeitdruck stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Digitalisierung wird zum Schl\u00fcssel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob Modernisierung, Aus- und Neubau oder die schnelle Reaktion auf Schadensereignisse: Infrastrukturprojekte m\u00fcssen effizienter und unter hohem Zeitdruck umgesetzt werden. Gleichzeitig w\u00e4chst auch politisch die Bedeutung durchg\u00e4ngiger digitaler Prozesse. Der Bundesverkehrsminister k\u00fcndigte im M\u00e4rz 2026 an, Building Information Modeling (BIM) als Standardverfahren f\u00fcr Bundesfernstra\u00dfenprojekte etablieren zu wollen. Sein Ziel: \u201eDeutschland wird BIM-Land.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit digitale Prozesse ihr Potenzial in komplexen Infrastrukturprojekten voll entfalten k\u00f6nnen, kommt es entscheidend auf die zugrunde liegenden Datenfl\u00fcsse an: Wachsende Datenmengen m\u00fcssen schnell verarbeitet, \u00fcber Projektphasen hinweg verf\u00fcgbar gemacht und von den Beteiligten gemeinsam genutzt werden k\u00f6nnen. \u201eEine gute und f\u00fcr alle Beteiligten zug\u00e4ngliche Datenbasis birgt enormes Einsparungspotenzial, weil sie Reibungsverluste reduziert, die Abstimmung verschlankt und Daten nicht mehrfach erhoben werden m\u00fcssen\u201c, sagt Andreas Sinning. \u201eAngesichts immer komplexerer Projekte und enger Zeitpl\u00e4ne werden durchg\u00e4ngige digitale Workflows deshalb zu einer zentralen Voraussetzung f\u00fcr eine effiziente Projektabwicklung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28\u2019000 Baustellen, immer mehr Daten: Wie l\u00e4sst sich die Komplexit\u00e4t beherrschen? <\/p>\n","protected":false},"author":455,"featured_media":21004,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1940],"tags":[],"prioritaet":[359],"heftrubrik":[],"class_list":["post-21003","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news-allgemein","prioritaet-prioritaet-2"],"acf":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-31 02:17:21","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/455"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21003"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21003\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21007,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21003\/revisions\/21007"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21004"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21003"},{"taxonomy":"prioritaet","embeddable":true,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/prioritaet?post=21003"},{"taxonomy":"heftrubrik","embeddable":true,"href":"https:\/\/geomatik.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/heftrubrik?post=21003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}