In sogenannten Blockgletschern liegen mächtige Eislinsen verborgen. Das Messnetz Permos beobachtet sie, um zu verstehen, wie es dem gefrorenen Untergrund der Alpen geht. Eine Wanderung auf unwirtlicher Geröllzunge im Val Muragl (GR).
Was ist Permafrost?
Permafrost ist ein wichtiges Phänomen in kalten Regionen in hohen Breiten- und Höhenlagen. In Gebirgsregionen wie den Alpen existiert der Permafrost typischerweise oberhalb der Baumgrenze. Er verbirgt sich in Schutthalden, Blockgletschern oder steilen Felswänden. Im Gegensatz zu Gletschern ist Permafrost für uns nicht direkt sichtbar: Permafrost ist Untergrundmaterial, welches das ganze Jahr eine Temperatur bei oder unter 0°C aufweist. Permafrost im Gebirge ist ein Klimaindikator und ist relevant für die Landschaftsentwicklung, Bau und Unterhalt von Infrastruktur oder die Hangstabilität.
Das Permos Messnetz
Das Schweizer Permafrostmessnetz Permos dokumentiert den Zustand und die Veränderungen des Gebirgspermafrosts in den Schweizer Alpen. PERMOS beobachtet den Permafrost an 27 Standorten in den Schweizer Alpen, die sich zwischen 2200 und 3500 m ü.M befinden und typische Landformen von Permafrost im Gebirge repräsentieren: Blockgletscher, Schutthalden, Felswände oder -grate. An diesen werden Temperaturen in Bohrlöchern sowie an der Oberfläche, den relativen Eisgehalt im Boden und die Geschwindigkeit der Blockgletscher gemessen.
https://www.horizonte-magazin.ch/2025/09/04/aufstieg-zum-rueckgrat-des-permafrostes/