Geoinformation und Landmanagement
Géoinformation et gestion du territoire
Geoinformazione e gestione del territorio

«Voyages Pittoresques»: Bilder der Schweiz Online

Mit den Augen von Caspar Wolf durch die Alpen des Berner Oberlands und der Zentralschweiz

Im 18. und 19. Jahrhundert sorgte man sich noch nicht um schmelzende Gletscher. Im Gegenteil, es herrschte eine kühle Klimaperiode, die man „Kleine Eiszeit“ nannte. Die Gletscher schmolzen nicht, sie wuchsen und wurden mit ihren vorstossenden Gletscherzungen an vielen Orten zur Gefahr für Häuser und Dörfer. Aller Gefahren zum Trotz begann in der Zeit der Aufklärung die Faszination am Hochgebirge zu wachsen: Expeditionen und kühne Besteigungen wurden unternommen, nicht zuletzt durch Forschende aus dem Ausland. Der Berner Buchdrucker und Verleger Abraham Wagner (1734-1782) erkannte die publizistischen Möglichkeiten und beauftragte den Maler Caspar Wolf, die Alpen in all ihrer Pracht und Bedrohlichkeit zu malen. So entstanden knapp 200 Ölbilder, die in Bern im Haus des Verlegers besichtigt werden konnten. Davon konnte man sich Kopien bestellen, sowohl in Öl als auch in kleineren Formaten als Zeichnungen und mit Deckfarben gemalten Bildern, sogenannten Gouachen. Damit nicht genug, veranlasste Abraham Wagner auch die Umsetzung der Gemälde in kolorierte Radierungen unter dem Titel Merkwürdige Prospecte aus den Schweizer Gebürgen und derselben Beschreibung (deutsche und französische Ausgaben 1776 bzw. 1778) und farbige Aquatinten neuester Technik aus Paris. Solche Ansichten in Aquatinta-Technik von Caspar Wolf zeigt auch die hier gezeigte Publikation der Vues remarquables des Montagnes de la Suisse, die 1785 in Amsterdam mit dem Vorwort von Albrecht von Haller (1708-1777) und dem Begleittext des Berner Pfarrers Samuel Wyttenbach (1748-1838) aus den ersten Auflagen erschienen.

Mehr dazu in der Printausgabe „Geomatik Schweiz“ 1-2/2026 und www.bilder-der-schweiz.online

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