Das Kraftwerk Eglisau der Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) wurde 1920 fertiggestellt. 1996 waren umfangreiche Erneuerungsarbeiten im Gang. Die NOK produzierte dazu einen Videofilm, in dem auch die Vermessung von damals und heute eine gewichtige Rolle spielt. Aus dem Drehbuch: „Wir schreiben das Jahr 1890. Ein Team von Zürcher Landvermessern ist in der Umgebung von Eglisau unterwegs. Sie sind nicht das erste Mal in dieser Gegend. Denn die Idee, die Wasserkräfte des Rheins für die Stromgewinnung zu nutzen, nahm in dieser Zeit konkrete Formen an. Bereits vor der Jahrhundertwende wurden im Auftrag der Stadt Zürich erste Studien und Projekte ausgearbeitet, zur Versorgung ihres Gebietes mit elektrischer Energie. Die Landvermesser waren deshalb noch oft am Rhein unterwegs, bis im Jahre 1910 in den Ingenieurbüros der Firma Locher & Cie. die «Lösung» auf dem Tisch lag: Ein Werk bei der Glattmündung, unterhalb von Eglisau.“ 1913 wurde die Konzession für den Bau von den Behörden erteilt. Da das Werk grenzüberschreitend angelegt war, mussten sowohl die schweizerischen als auch die deutschen Behörden die Konzession erteilen. Konzessionsinhaber waren die Zürcher und Schaffhauser Elektrizitätswerke. 1915 übernahmen die NOK den Bau. Fünf Jahre später, am 5. April 1920 lieferte das Kraftwerk Eglisau erstmals Energie ans Netz. 1996, über 80 Jahre später, «erklangen» beim Kraftwerk Eglisau erneut die Bauwerkzeuge – wesentlich modernere, hochmechanisierte zwar. Doch die grundlegenden Baumethoden waren in vielen Punkten erstaunlich ähnlich. Vieles musste sogar in fast historischer Bauweise nachvollzogen werden, um die denkmalpflegerischen Ansprüche zu erfüllen. VPK konnte die Dreharbeiten zum Film begleiten. Vermessungsgeräte und „Geometer“ stammten von der ETH Hönggerberg.